Buchhaltungssoftware für Reinigungsfirmen: Lexoffice, sevDesk, DATEV oder eigene Lösung?
Das Problem: Standard-Buchhaltung kennt keine Objektrechnungen
Lexoffice, sevDesk, DATEV, alle können Rechnungen schreiben, Belege erfassen, UStVA machen. Aber keine davon weiß, was eine Reinigungsfirma wirklich braucht:
Deswegen nutzen viele Reinigungsfirmen ihre Buchhaltungssoftware nur für die halbe Wahrheit: Belege erfassen und an den Steuerberater schicken. Die eigentlichen Rechnungen? Die schreiben sie in Word oder Excel. Von Hand.
Dieser Artikel vergleicht vier Ansätze, und sagt ehrlich, was für welche Firmengröße Sinn macht.
Die vier Optionen im Überblick
Option 1: Lexoffice (Haufe-Lexware)
Was Lexoffice gut kann
Was Lexoffice nicht kann (für Reinigungsfirmen)
Preise (Stand Mai 2026)
Für wen geeignet?
Reinigungsfirmen mit 1-5 Mitarbeitern, die wenige Objekte haben (<15), Rechnungen manuell schreiben und eine einfache Belegverwaltung brauchen. Sobald Sie >20 Monatsrechnungen haben, wird Lexoffice zum Flaschenhals.
Option 2: sevDesk
Was sevDesk anders macht als Lexoffice
Was sevDesk nicht kann (für Reinigungsfirmen)
Preise (Stand Mai 2026)
Für wen geeignet?
Reinigungsfirmen mit 5-15 Mitarbeitern, die etwas mehr Struktur brauchen als Lexoffice. Besonders wenn wiederkehrende Rechnungen mit fixen Beträgen reichen. Für variable Objektrechnungen trotzdem nicht optimal.
Option 3: DATEV Unternehmen Online
Was DATEV kann, was andere nicht können
Nachteile für Reinigungsfirmen
Für wen geeignet?
Reinigungsfirmen ab 25+ Mitarbeitern, die einen aktiven Steuerberater haben und eine professionelle Lohnabrechnung brauchen. DATEV ist dann nicht die Rechnungslösung, sondern das Buchhaltungs-Backend, Rechnungen werden woanders erstellt und per DATEV-Export übergeben.
Option 4: Individuelle Automatisierung
Was eine individuelle Lösung kann
Nachteile
Kosten-Vergleich über 3 Jahre
Aber: Die Kosten allein sagen nichts. Die Frage ist: Wie viele Stunden sparen Sie pro Monat?
Wenn Sie 50 Objektrechnungen manuell in Word schreiben (je 15 Minuten), sind das 12,5 Stunden/Monat. Bei 30 €/h Verwaltungskosten: 375 €/Monat oder 4.500 €/Jahr, nur für die Rechnungserstellung.
Eine individuelle Lösung, die das auf 0 Minuten reduziert, amortisiert sich in weniger als einem Jahr.
Entscheidungshilfe: Was passt zu Ihrer Firma?
Unter 10 Mitarbeiter, <15 Objekte
→ Lexoffice M (13,90 €/Monat). Rechnungen manuell, Belege per App, DATEV-Export an Steuerberater. Gut genug, billig, schnell eingerichtet.
10-25 Mitarbeiter, 15-50 Objekte
→ sevDesk Buchhaltung (18,90 €/Monat) für Belegwesen + individuelle Rechnungsautomatisierung für Objektrechnungen. sevDesk macht die Buchhaltung, das eigene System macht die Rechnungen und exportiert nach DATEV.
25+ Mitarbeiter, 50+ Objekte
→ Individuelle Lösung + DATEV beim Steuerberater. Ab dieser Größe zahlt sich Automatisierung massiv aus. 100 Rechnungen manuell = unmöglich. 100 Rechnungen automatisch = 0 Aufwand.
Die hybride Lösung (häufigster Fall)
Die meisten unserer Kunden nutzen eine Kombination:
Das ist kein entweder-oder. Es ist ein System aus spezialisierten Tools, die über Schnittstellen verbunden sind.
Nächste Schritte
Kostenlose Erstberatung: Welche Lösung passt zu Ihrer Firma? →
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