Kostenloser Rechner

Personalbedarf berechnen: Gebäudereinigung

Von der Objektgröße zur Anzahl Reinigungskräfte. Der Rechner geht den Weg, den die meisten Kalkulationen abkürzen: erst die Stunden, dann die Ausfallzeiten, dann die Köpfe. Kein Login, kein Download, das Ergebnis steht sofort da.

Setzt den Leistungswert auf den typischen Richtwert. Sie können ihn darunter überschreiben.

qm/h

Quadratmeter, die eine Kraft pro Stunde schafft. Richtwerte für Unterhaltsreinigung bei normaler Verschmutzung.

qm

Zu reinigende Fläche, nicht die Gesamtfläche des Gebäudes.

× / Wo.

Wie oft das Objekt pro Woche gereinigt wird.

h/Woche

Rahmentarifvertrag Gebäudereinigung § 3: 39 Stunden. Bei überwiegend Teilzeit entsprechend niedriger ansetzen.

Ausfallzeiten anpassen
Tage

Rahmentarifvertrag § 15: 30 Arbeitstage, allgemeinverbindlich und unabhängig von der Betriebszugehörigkeit.

Tage

Schwankt je Bundesland. 2026 zwischen 7 (Berlin, Hamburg, Bremen u. a.) und 11 (Bayern, Saarland).

Tage

Rechenwert, kein erhobener Branchenwert — siehe Hinweis unter dem Ergebnis.

Ergebnis

Für 2.000 qm, 5× pro Woche

Zeit pro Durchgang6,7 h
Stunden pro Woche33,3 h
Stunden pro Monat144,3 h
Rechnerisch (ohne Ausfall)0,85 VZÄ
Ausfallzuschlag (27 %)0,23 VZÄ
Tatsächlicher Bedarf1,09 VZÄ

1,09 Vollzeitäquivalente bei 39 Wochenstunden. Von 261 Werktagen bleiben nach Urlaub, Feiertagen und Krankheit rund 205 produktive Tage, daraus der Faktor 1,27.

Zum Krankenstand: Ein amtlicher Branchenwert für die Gebäudereinigung existiert nicht. Belegt sind 23,3 AU-Kalendertage in der Gesamtwirtschaft (WIdO/AOK 2025, entspricht rund 16,6 Arbeitstagen) und 31,4 Kalendertage für Reinigungsberufe in Bayern (BKK 2022, regional erhoben). Der Vorgabewert von 17 Tagen ist daraus abgeleitet, kein erhobener Durchschnitt. Tragen Sie Ihren eigenen Wert ein, wenn Sie ihn kennen.

Wie der Rechner rechnet

Stunden pro Durchgang = Fläche ÷ Leistungswert
Stunden pro Woche = Stunden pro Durchgang × Reinigungen
Produktivtage = 261 − Urlaub − Feiertage − Krankheit
Ausfallfaktor = 261 ÷ Produktivtage
Bedarf in VZÄ = Wochenstunden ÷ Vertragsstunden × Ausfallfaktor

Der entscheidende Schritt ist der letzte. Die reine Stundenrechnung ergibt, wie viel Arbeit anfällt. Sie sagt aber nicht, wie viele Menschen Sie einstellen müssen, denn niemand arbeitet an allen 261 Werktagen. Wer diesen Faktor überspringt, plant eine Lücke ein, die im Urlaubsmonat sichtbar wird und dann über Überstunden oder Springer gedeckt werden muss. Beides ist teurer als die zusätzliche Kraft.

Die Leistungswerte stammen aus der Referenztabelle nach BIV-Richtlinie. Woher die einzelnen Werte kommen, welche sechs Faktoren sie verschieben und wie Sie Ihren eigenen Wert an einem Probeobjekt messen, steht ausführlich unter Leistungswerte Gebäudereinigung: qm pro Stunde.

Was die berechneten Stunden kosten, rechnet der Kalkulationsrechner aus: Stundenverrechnungssatz, Preis pro Quadratmeter und Monatspreis pro Objekt. Die Grundlage dafür liefert der Tariflohn Gebäudereinigung 2026.

Der Rechner plant den Bedarf. Was die eingesetzten Kräfte danach tatsächlich gearbeitet haben, müssen Sie in der Gebäudereinigung ohnehin festhalten: Beginn, Ende und Dauer je Arbeitstag, binnen sieben Kalendertagen. Welche Angaben dafür genügen und welche nicht verlangt sind, steht unter Arbeitszeitnachweis Gebäudereinigung nach § 17 MiLoG samt Stundenzettel-Vorlage.

Was der Rechner nicht abbildet: Wegezeiten zwischen Objekten (nach Rahmentarifvertrag vergütungspflichtige Arbeitszeit), Rüst- und Vorbereitungszeiten, Grund- und Sonderreinigungen, Springerreserve für kurzfristige Ausfälle sowie Objektleitung und Qualitätskontrolle. Bei verteilten Kleinobjekten sind besonders die Wegezeiten erheblich.

Zum 1. Januar 2027 ändern sich die Zahlen

Der Lohntarifvertrag Gebäudereinigung ist erstmals zum 31.12.2026 kündbar, die Rechtsverordnung läuft zum selben Datum aus. Tariflöhne und Stundenverrechnungssätze ändern sich damit. Wir schicken Ihnen die aktualisierte Fassung, sobald die neuen Werte feststehen.

Häufige Fragen